Ray Walsh

Ray Walsh

August 1, 2018

PrivateVPN ist ein etablierter VPN-Dienst aus Schweden. Es handelt sich um einen sicheren Service mit einem maßgeschneiderten Client, der auf bis zu sechs Geräten gleichzeitig eingesetzt werden kann. Der VPN-Dienst führt keine Protokolle und besitzt Server in 29 Ländern auf der ganzen Welt. Auch wenn dies nicht so viele Standorte sind, wie bei einigen anderen Spitzen-VPN-Anbietern, die VPN-Server sind äußerst sinnvoll platziert und geben den Teilnehmern sehr viele Möglichkeiten, geographische Einschränkungen zu umgehen.

Der Webauftritt ist informativ und stellt keine übertriebenen Behauptungen auf, zum Beispiel „das schnellste VPN der Welt“ zu sein. Damit unterscheidet er sich erfrischend von der großen Mehrheit der VPNs auf dem Markt, die oft schamlos die Unwahrheit über nicht vorhandene Datenschutzniveaus und Verbindungsgeschwindigkeiten behaupten. Der maßgeschneiderte VPN-Client von PrivateVPN ist jetzt für alle gängigen Betriebssystemplattformen verfügbar. Dieser Service bietet außerdem eine eindrucksvolle Verfügbarkeit von 98,8 %, eine siebentägige Geld-zurück-Garantie und einen rund um die Uhr erreichbaren Kundendienst. Mit diesem umfangreichen Angebot macht PrivateVPN einen vielversprechenden Eindruck. Sehen wir uns das jetzt einmal näher an!

PROS:
  • Siebentägige Geld-zurück-Garantie
  • Server in 29 Ländern
  • Starke Verschlüsselung (OpenVPN)
  • Keine Protokollierung
  • Kundendienst rund um die Uhr
CONS:
  • Datenkanäle könnten auch mit 256 AES verschlüsselt werden (dies ist jedoch nur ein geringfügiger Nachteil und man sagte mir, dass sich dies in Kürze ändert.)
  • Kein eingebauter Schutz vor DNS-Lecks, und das DNS muss manuell auf den Geräten eingerichtet werden.

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Preise und Tarife

PrivateVPN teilt seinen VPN-Dienst nicht groß in verschiedene Tarife auf, was zu begrüßen ist. Das VPN ist allerdings etwas günstiger für Leute, die einen Vertrag über einen längeren Zeitraum abschließen: Kundentreue wird mit einem Rabatt belohnt. Die Preise beginnen bei durchaus vernünftigen 8,95 US-Dollar für den einmonatigen Vertrag, bei einem Vertrag über drei Monate sinkt dieser Betrag auf 7,31 USD. Den günstigsten Vertrag bekommt man, wenn man eine Laufzeit von einem Jahr wählt. Damit zahlt man 71,40 USD jährlich (nur 5,95 USD im Monat).

Ein weiterer großer Vorteil ist die besonders großzügige siebentägige Geld-zurück-Garantie, die PrivateVPN anbietet. Damit sind sie vielen VPNs auf dem Markt deutlich voraus. Auch wenn die Abonnenten die Gebühr anfangs vorstrecken müssen, durch diese Garantie können die Kunden den Service im Grunde risikolos ausprobieren. Es ist auch ein kleines Geheimnis, dass man vom Provider einen Geschenkcode erhalten kann, wenn man sich direkt an ihn wendet. Damit kann man den Service 24 Stunden lang kostenlos testen. Nicht weitersagen!

Features

PrivateVPN betreibt Server in 29 Ländern. Zu den Standorten gehören fünf Städte in den USA (sowohl an der West- als auch an der Ostküste), weiterhin Großbritannien, ganz Europa (einschließlich Niederlande und Schweiz). Außerdem: Brasilien, Australien, Kanada, Südkorea, Japan, Singapur und Russland. Die einzigen Orte, die nicht wirklich vertreten sind, sind Afrika, der mittlere Osten und China. Wenn Sie sich besonders für diese Standorte interessieren, sollten Sie sich anderweitig umsehen.

PrivateVPN Features

Die Teilnehmer können bis zu sechs Geräte gleichzeitig an PrivateVPN anschließen. Das ist wirklich außergewöhnlich, und nur wenige VPNs auf dem Markt bieten mehr. Dadurch kann PrivateVPN auch für große Familien sehr nützlich sein, die das VPN für eine Reihe von Smartphones, Tablets und Laptops zu Hause und unterwegs im öffentlichen WLAN einsetzen wollen.

Viele VPN-Protokolle werden unterstützt, darunter OpenVPN, das sicherste VPN-Protokoll auf dem Markt, das auch wir hier bei BestVPN.com empfehlen. Zu den verfügbaren Protokollen gehören OpenVPN (UDP und TCP), L2TP, PPTP, IPSec, IKEv2, HTTP Proxy und SOCKS5. Das ist eine eindrucksvolle Auswahl, die innerhalb des Clients umschaltbar ist.

privateVPN encryption diagram

Sicherheitsmerkmale

Die PrivateVPN-Software ist gut gestaltet und besitzt einen Unterbrecher, um das Internet abzuschalten, falls die VPN-Verbindung verloren geht. Dieses Merkmal ist sehr nützlich, denn die Teilnehmer können auf diese Weise sicherstellen, dass sie ihren Datenverkehr nicht versehentlich über ihren normalen Provider laufen lassen. Zusätzlich kann der Anwender eine Software angeben, die in die Unterbrecherfunktion integriert werden soll. Aber denken Sie daran, dass ein solcher Unterbrecher in der Anwendung zwar praktisch ist, aber nicht ganz so sicher wie ein Unterbrecher in der Firewall selbst, der jeden Internet-Datenverkehr außerhalb des VPN unterbindet.

Zusätzlich unterstützt PrivateVPN auch die Port-Weiterleitung. Sie müssen aber selbst auf der Serverliste nachsehen oder direkt anfragen, welche Server über die Merkmale verfügen, die für die Einrichtung eines bestimmten Gerätes erforderlich sind.

HQN-Server

Für echte Technikallergiker gibt es die Möglichkeit der Ferninstallation. Wenn diese implementiert ist, kann ein Kundendiensttechniker von PrivateVPN das Gerät eines Abonnenten vorübergehend übernehmen, um das VPN einzurichten. Normalerweise sollte dies nicht notwendig sein, denn das VPN ist sehr einfach einzurichten. Andererseits ist dieses Merkmal ein ausgezeichnetes Extra, mit dem man sich vom Wettbewerb absetzen kann. Mit diesem Feature können außerdem allgemeine Wartungsarbeiten durchgeführt werden; es wird über die Fernwartungssoftware TeamViewer realisiert. PrivateVPN bietet sogar einen Leitfaden für die Einrichtung der Fernwartung in seinem Ressourcenbereich.

Fernsteuerung

Für echte Technikallergiker gibt es die Möglichkeit der Ferninstallation. Wenn diese implementiert ist, kann ein Kundendiensttechniker von PrivateVPN das Gerät eines Abonnenten vorübergehend übernehmen, um das VPN einzurichten. Normalerweise sollte dies nicht notwendig sein, denn das VPN ist sehr einfach einzurichten. Andererseits ist dieses Merkmal ein ausgezeichnetes Extra, mit dem man sich vom Wettbewerb absetzen kann. Mit diesem Feature können außerdem allgemeine Wartungsarbeiten durchgeführt werden; es wird über die Fernwartungssoftware TeamViewer realisiert. PrivateVPN bietet sogar einen Leitfaden für die Einrichtung der Fernwartung in seinem Ressourcenbereich.

Datenschutz

PrivateVPN hat seinen Sitz in Schweden. Da es in Schweden Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung gibt, ist dies nicht unbedingt ideal, deshalb wollen wir uns dies genauer ansehen. Im Jahr 2008 verabschiedete das schwedische Parlament ein äußerst umstrittenes Gesetz, durch das die schwedischen Behörden sämtlichen Datenverkehr im Internet ohne Gerichtsbeschluss überwachen können.

Das Gesetz wurde unter den Vorzeichen der nationalen Sicherheit beschlossen (um die Kommunikation von Terroristen zu überwachen). Glücklicherweise wurde dieses FRA-Gesetz im Jahr 2009 um eine politische Aufsicht erweitert. Im Jahr 2010 gab man zu, dass das Gesetz aufgrund „technischer Schwierigkeiten“ offensichtlich nicht umgesetzt werden konnte, und es ist nicht klar, ob die Überwachungsbehörde, die zur Überwachung des Datenverkehrs aufgebaut wurde, ihre Arbeit völlig ohne Aufsicht verrichtet.

Zusätzlich verabschiedete Schweden im Jahr 2009 ein Gesetz gegen die Copyright-Piraterie namens IPRED. IPRED macht es Inhabern von Urheberrechten möglich, schwedische Internet-Provider dazu zu zwingen, die persönlichen Daten von Nutzern preiszugeben, die verdächtigt werden, urheberrechtlich geschützte Dateien zu teilen. Hierzu ist ein Gerichtsbeschluss erforderlich. Dieses Gesetz führte zu einem großen Anstieg bei den VPN-Nutzern in Schweden (und viele von ihnen haben zweifellos PrivateVPN abonniert).

Als nächstes verabschiedete Schweden im März 2012 ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, das Internet-Provider dazu zwingt, alle Daten sechs Monate lang zu speichern. Darin sind auch Anmeldezeiten, E-Mail-Protokolle und besuchte Webseiten inbegriffen. Im Jahr 2014 entschied der europäische Gerichtshof, dass die Vorratsdatenspeicherung nicht mit den Menschenrechten vereinbar ist. Im Dezember 2016 stellte der europäische Gerichtshof außerdem fest, dass flächendeckende Überwachung ungesetzlich sei. Dieses Urteil bedeutet, dass die Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung in Schweden aufgehoben werden müssten, wenn sie angefochten werden.

Keine Protokolle (Zero logs)

Dies alles bedeutet, dass Schweden nicht unbedingt der ideale Standort für ein VPN-Unternehmen ist. Tatsächlich würde ich unter diesen Umständen wahrscheinlich sogar von PrivateVPN abraten, wenn dort irgendwelche Protokolle geführt würden (selbst, wenn es sich nur um Anmeldeprotokolle handelt). Dem ist aber nicht so. Das ist die gute Nachricht. PrivateVPN führt keine Protokolle irgendwelcher Art. Daher kann PrivateVPN tatsächlich keinerlei Angaben über seine Abonnenten an die Behörden weitergeben, selbst wenn man im Rahmen einer Ermittlung dazu aufgefordert wird und ein Gerichtsbeschluss vorliegt.

Ich habe PrivateVPN direkt danach gefragt, wie man dort mit den örtlichen Gesetzen zur Vorratsdatenspeicherung und dem IPRED umgeht, und man sagte mir, dass die IPRED nur für Internet-Provider gilt und dass sie selbst nicht verpflichtet seien, irgendwelche Protokolle zu führen. Die Firma war außerdem ehrlich genug zuzugeben, dass man durchaus schon unter Druck gesetzt worden sei. „Wir haben Beschwerden bekommen“, sagte mir ein Vertreter, aber weil man „über keine Informationen über unsere Kunden“ verfüge, kann man auch bei keinen Ermittlungen helfen.

Zusätzlich teilte man mir bei PrivateVPN mit, dass man die Privatsphäre der Kunden bisher hundertprozentig sicherstellen konnte. Ich habe folgende Frage gestellt: hat jemals ein Anwender Ihres Dienstes irgendwelche Probleme mit dem Datenschutz oder anderweitig gehabt? Und man sagte mir definitiv: „Nein, niemals.“

Wenn man all dies berücksichtigt, scheint es, dass die PrivateVPN-Abonnenten tatsächlich vollkommen sicher sind. Die Null-Protokolle-Politik ist wasserdicht und die Datenschutzrichtlinien, denen zufolge niemals Daten mit Dritten geteilt werden, ist sehr zu empfehlen. Somit geben wir PrivateVPN einen Pluspunkt für Datenschutz: trotzdem bleibt die Frage, ob Schweden der beste Standort für ein VPN ist.

Sicherheit

OpenVPN Encryption

Control cipher
AES-256
Data cipher
Blowfish-128
Handshake
RSA-2048
Data auth
HMAC SHA-1
Forward Secrecy
DHE-2048

Logs & Legal
Connection
None
Traffic
None
Country
Ok

Von der technischen Seite betrachtet ist die von PrivateVPN für OpenVPN-Verbindungen verwendete Verschlüsselung etwas unorthodox. Sie ist nämlich für TAP und TUN unterschiedlich implementiert. Wir empfehlen, bei TAP zu bleiben (hierdurch ist nämlich zum Beispiel Streaming möglich). Die OpenVPN-Verschlüsselung auf TAP ist folgende: AES-256-Chiffre (Steuerkanal) und Blowfish-128-Chiffre (Datenkanal). Auf beiden Kanälen wird ein RSA-2048-Handshake und HMAC-SHA1 Datenautorisierung verwendet, und 2048-bit-DHE-Schlüssel bieten Perfect Forward Secrecy.

Auf den ersten Blick könnte man Blowfish-128 als schwach betrachten. In der Praxis müsste man allerdings zunächst den Steuerkanal unter AES-256 und anschließend noch den Bf-128 hacken, um den Datenverkehr zu hacken, weil der Steuerkanal mit AES-256 verschlüsselt ist. So gesehen kann man dies als stark implementierte Verschlüsselung betrachten.

Zusätzlich sind eine Reihe anderer Verschlüsselungsprotokolle nativ im PrivateVPN-Client verfügbar, darunter auch PPTP, aber weil dieses nicht mehr ausreicht, um die Privatsphäre von Anwendern zu schützen, raten wir strikt davon ab. Stattdessen empfehlen wir Ihnen, eines der anderen zu wählen (vorzugsweise OpenVPN). Die verfügbaren Protokolle sind OpenVPN (UDP und TCP), L2TP, PPTP, IPSec, IKEv2, HTTP Proxy und SOCKS5.

Auch wenn kein Schutz gegen DNS-Lecks in seine Clients eingebaut ist, behandelt PrivateVPN DNS-Anfragen über seine eigenen Server. Um dies zu konfigurieren, muss der Anwender seine DNS-Einstellungen manuell eingeben. Dies ist jedoch ganz einfach, und das PrivateVPN-Team bietet sowohl einen Leitfaden als auch ein hervorragendes Kundendienstteam, um Sie durch den Vorgang zu führen.

The Website

Die PrivateVPN-Website sieht wirklich aufgeräumt aus. Sie präsentiert sich in einem üppigen violetten Farbschema, das augenfreundlich ist und das mir immer besser gefällt, je länger ich es benutze. Außerdem stellt die unprätentiöse Website eine Menge Informationen übersichtlich dar. Mit dem Thema Verschlüsselung geht sie offen um: die Einzelheiten der Implementierung werden in der Featureliste genannt. Bei einigen VPNs ist es ein Ding der Unmöglichkeit, an diese Informationen heranzukommen. Dies ist jedoch bei PrivateVPN anders. Die Information ist immer nur einen Mausklick entfernt, was einen vertrauenswürdigen Eindruck macht. Von dieser Website können sich viele VPN-Provider eine Scheibe abschneiden.

privatevpn website 1

Im Support-Abschnitt der Website gibt es zahlreiche Leitfäden für eine Reihe von Konfigurationen, an denen der Anwender möglicherweise interessiert ist. Für die unterschiedlichen Protokolle und Betriebssysteme gibt es jeweils hervorragende und übersichtliche Konfigurationsbeschreibungen. Ganz gleich, ob es um SSTP oder OpenVPN auf Android, Windows, iOS oder Linux geht, hier finden Sie alles.

Zusätzlich bietet PrivateVPN Leitfäden zur Router-Konfiguration beispielsweise für DD-WRT, Tomato-Router und viele weitere. Insgesamt haben die Leitfäden für die Konfiguration und die FAQ einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht und bilden mit Sicherheit eine wertvolle Informationsquelle für die Abonnenten.

PrivateVPN homepage

PrivateVPN verfügt außerdem über einen Blog-Bereich, in dem Erweiterungen des Dienstes (zum Beispiel neue Server) den Anwendern bekannt gemacht werden. Der Blog ist in drei separate Bereiche aufgeteilt: VPN Client, VPN Service und Website. In jedem Bereich gibt es eine Reihe nützlicher Beiträge, die gut geschrieben zu sein scheinen. Diese Art der Kommunikation mit den Abonnenten ist sehr hilfreich, und ich würde jedem empfehlen, hier nach wichtigen Informationen Ausschau zu halten.

Die Website ist in den Sprachen Englisch, Niederländisch, Deutsch und Schwedisch verfügbar.

Support

PrivateVPN bietet Support rund um die Uhr, der per E-Mail und über eine Live-Chat-Funktion auf der Website erbracht wird. Ich habe den Live-Chat am Wochenende ausprobiert und musste feststellen, dass er nicht erreichbar war. Ich konnte jedoch sofort eine Nachricht hinterlassen, die zeitnah beantwortet wurde. Daher nehme ich an, dass Kundendienstmitarbeiter rund um die Uhr zur Verfügung stehen, auch wenn die Live-Chat-Funktion nicht aktiv ist.

Um ganz sicher zu gehen, habe ich den Live-Chat am Montagmorgen noch einmal ausprobiert (während der normalen Arbeitsstunden in Europa), und da funktionierte er. Der Mitarbeiter war freundlich und tat sein Bestes, um mir alle Fragen zu beantworten. Ich schließe daraus, dass der Live-Chat wahrscheinlich nur während der Arbeitsstunden in Europa erreichbar ist. Somit müssen Sie wahrscheinlich per E-Mail kommunizieren, wenn sie anderswo leben (was nicht wirklich ein Problem darstellt, weil Sie schnell eine Antwort erhalten).

Der Vorgang

Registrierung

Die Registrierung ist genauso einfach, wie bei allen anderen VPNs, die ich bisher verwendet habe. Abonnenten können mit Kreditkarte, PayPal oder Stripe bezahlen. Zusätzlich kann man auch mit Bitcoin zahlen, was noch mehr Anonymität und Privatsphäre bietet. Nur sehr wenige Daten müssen angegeben werden (eine E-Mail-Adresse), und PrivateVPN führt keinerlei Protokolle, die die Zahlung mit der IP-Adresse des Anwenders in Verbindung bringen.

Der Windows-Client von PrivateVPN

PrivateVPN unternimmt alles, um es seinen Abonnenten so einfach wie möglich zu machen. Die VPN-Software sieht gut aus und ist leicht bedienbar. Dies gilt für beide Versionen, die ich ausprobiert habe (Windows- und Android-Clients). Außerdem steckt PrivateVPN voller verschiedener Verschlüsselungsprotokolle und ausgezeichneter Datenschutzfunktionen, um seine Anwender zu schützen.

Der Windows-Client ist übersichtlich und nicht besonders mit Funktionen vollgepackt. Der Anwender kann damit jedoch eine Reihe von Protokolloptionen ein- und ausschalten. DNS-Leckschutz ist keine spezifische Funktion der Software, Sie müssen daher die DNS-Adresse selbst einstellen. Das ist einfach und sollte keine Hürde darstellen. Bei Bedarf können Sie jedoch immer auf die Fernwartungsmöglichkeit zurückgreifen und dies von einem der PrivateVPN-Mitarbeiter durchführen lassen.

Der PrivateVPN-Client verfügt über einen Unterbrecherschalter, der als „Connection Guard“ bezeichnet wird und dafür sorgt, dass kein Internet-Datenverkehr den PC erreicht oder verlässt, wenn das VPN nicht aktiv ist. Zusätzlich kann der Unterbrecher mit einer bestimmten Software verbunden werden – durchaus eine nützliche Sache.

connection guard killswitch

Der Client hat insgesamt einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen und war mit Sicherheit in Sachen Einfachheit und Funktionalität genauso gut wie irgendein anderer, den ich bisher benutzt habe. Er verfügt sogar über eine automatische Wiederverbindungsfunktion, durch die Ihr VPN nach dem Auslösen des Unterbrechers automatisch wieder verbunden wird, sollte die Verbindung verloren gehen.

Andere Plattformen

Ich besitze keinen Mac, daher konnte ich die Software hierfür nicht persönlich testen. Ich habe jedoch ein wenig recherchiert und wie es scheint, ähnelt der Client hier denjenigen, die andere VPN-Firmen anbieten. Die Firma liefert Leitfäden für die Konfiguration für seine Mac- und iOS-Clients und aus meiner Erfahrung mit dem Windows-Client heraus kann ich nur davon ausgehen, dass diese ebenso gut designt sind. Ich habe jedenfalls keinen Grund anzunehmen, dass dem nicht so ist.

PrivateVPN bietet Anwendungen mit kompletter Benutzeroberfläche für Windows, Mac OS / OSX, Android und iOS. Außerdem werden Leitfäden für die Konfiguration unter Linux mit der OpenVPN-Software von Drittanbietern (Installation über die Befehlszeile in der Konsole) angeboten. Dazu muss curl installiert sein, damit es funktioniert.

Für jede einzelne Plattform sind ausführliche Leitfäden verfügbar, und sogar für eine Reihe von Routern wird die Konfiguration beschrieben. Dies ist gerade für technische Laien sehr hilfreich, um das VPN auf allen möglichen Geräten zum Laufen zu bringen. Da die Abonnenten die Möglichkeit haben, das VPN auf sechs Geräten zu installieren, sind diese Leitfäden auf jeden Fall sehr nützlich.

Die Android-App

Die Android-App kann mit Android 4.0.3 und höher eingesetzt werden. Sie kann über den Google Play Store oder als APK-Datei heruntergeladen werden.

PrivateVPN Android play store

Die App ist im Januar 2017 ganz neu zur PrivateVPN-Produktfamilie gestoßen. Zuvor mussten die Anwender OpenVPN-Software von Drittanbietern einsetzen. Genau wie die Desktop-App ist die Android-App intuitiv gestaltet und funktioniert gut. Und ich kann vermelden, dass ich beim Einsatz der Software erfreulicherweise keinerlei DNS-Lecks gefunden habe.

Performance (Geschwindigkeits-, DNS-, WebRTC- und IPv6-Tests)

Die Tests wurden mit einer Glasfaser-Verbindung bei 50 Mbps / 3 Mbps in Großbritannien durchgeführt. Alle Tests für diesen Bericht über PrivateVPN wurden mit dem OpenVPN-Protokoll (UDP) auf dem Windows-Client vorgenommen.

In den Diagrammen werden die höchsten, niedrigsten und die durchschnittlichen Geschwindigkeiten für jeden Server und für jeden Standort angezeigt, den ich getestet habe. Weitere Informationen finden Sie bei den kompletten Erläuterungen des Geschwindigkeitstests. Wie Sie den Diagrammen entnehmen können, waren die Ergebnisse durchaus beeindruckend, denn es gab nur geringe Geschwindigkeitsverluste gegenüber meiner durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit ohne VPN. Leider muss ich feststellen, dass meine eigene Internetverbindung im Durchschnitt etwa 10 Mbps langsamer war als von meinem Provider angegeben. Aber dort, wo ich wohne, haben die meisten Leute das gleiche Problem.

privatevpn download speedsprivatevpn upload tests

PrivateVPN hat außerdem alle Tests hinsichtlich DNS-Lecks und WebRTC-Lecks bestanden, auch das eine gute Nachricht für seine Abonnenten. Da es keinen eingebauten Schutz vor DNS-Lecks gibt, empfiehlt PrivateVPN, die lokalen DNS-Einstellungen selbst anzupassen. Allerdings habe ich auch Tests durchgeführt, ohne dies zu tun, und trotzdem keine DNS-Lecks festgestellt. Da es keinen in die App eingebauten Schutz gibt, empfehlen wir jedoch, dass die Abonnenten regelmäßig unter ipleak.net nach Lecks suchen.

Mit PrivateVPN konnte ich außerdem sowohl vom amerikanischen Netflix als auch vom iPlayer der BBC Inhalte streamen. Deshalb von mir ein goldener Streaming-Stern für PrivateVPN.

Fazit zu PrivateVPN

Was mir gefallen hat:

  • Hilfsbereiter Kundendienst
  • Siebentägige Geld-zurück-Garantie
  • Starke Verschlüsselung (mit Perfect Forward Secrecy)
  • HTTPS-Proxy und SOCKS5
  • Hervorragende Apps für Mobilgeräte
  • Server in 29 Ländern
  • Sechs Verbindungen gleichzeitig
  • Schnelle Verbindungen
  • Funktioniert mit US-Netflix und iPlayer (zum Testzeitpunkt)
  • Unterbrecherschalter und automatische Wiederverbindung
  • Website in Englisch, Deutsch, Niederländisch und Schwedisch verfügbar

Was mich etwas verunsichert hat:

  • kein eingebauter Schutz vor DNS-Lecks (aber keine DNS-Lecks festgestellt)

Was mir überhaupt nicht gefallen hat:

  • Nichts

Zusammenfassung zu PrivateVPN

PrivateVPN ist ein VPN, das es schon einige Jahre lang gibt. Es bietet inzwischen hervorragenden Service. Die Teilnehmer bekommen Zugang zu einem Netzwerk von Tier-1-Servern an hervorragenden Standorten überall auf der Welt. Die Geschwindigkeiten waren über alle Server hinweg gut und lagen im Durchschnitt der Spitzengeschwindigkeiten nur wenig unter der niedrigsten Durchschnittsgeschwindigkeit ohne VPN.

Der Datenschutz beim VPN ist hervorragend, und die Null-Protokoll-Politik spricht für sich selbst. Die Verschlüsselung ist ebenfalls stark, und die Möglichkeit, am Client zwischen UDP und TCP umzuschalten, ist fantastisch. Ein großer Vorteil ist auch die Verfügbarkeit von http-Proxy, SOCKS5 und Port-Forwarding. Und schließlich sind die Wiederverbindungs- und Unterbrechungsfunktionen eine nette Zugabe. Der einzige kleine Nachteil besteht im Mangel einer eingebauten Schutzfunktion gegen DNS-Lecks, was zur Folge hat, dass die DNS-Einstellungen manuell vorgenommen werden müssen, um höchste Sicherheit zu gewährleisten.

In Anbetracht der zahlreichen Server an ausgezeichneten Standorten rund um die Welt kann ich als Gesamteindruck von PrivateVPN nur sagen, dass es sich um einen guten VPN-Dienst handelt, der sein Geld wert ist (vor allem dann, wenn man ein Jahresabonnement abschließt). Dies kann man dank der siebentägigen Geld-zurück-Garantie völlig ohne Risiko tun und ausprobieren, ob es für die eigenen Zwecke gut funktioniert.

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Ray Walsh

Geschrieben von

Veröffentlicht auf: August 1, 2018.

August 6th, 2018

Ray Walsh is one of BestVPN's resident VPN experts. Ray is currently ranked #1 VPN authority in the world by agilience.com. During his time at BestVPN.com Ray has reviewed some of the world's foremost VPNs. Ray is an advocate for digital privacy, with vast experience writing about the political and social aspects of infosec, cybersec, and data privacy. Find him @newsglug on Twitter.

156 Antworten auf “PrivateVPN-Erfahrungsbericht

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